Beispiel ADHS

"So eine Scheiße, wenn mein Leben doch nur anders gelaufen wäre“

Toni, 13 Jahre, seine schulmedizinische Diagnose: ADHS
Verschreibung des Psychiaters: Ritalin
Bisherige Therapie: Psychologische Psychotherapie

Toni erscheint in meiner Praxis als aufgeweckter Junge. Dennoch sind seine schulischen Leistungen miserabel. Die psychologischen Tests sind eindeutig bezüglich seiner Konzentration. Sein Vater sitzt heute neben seinem Sohn, dies ist eine gute Voraussetzung, die Informationen von Familienangehörigen, Betreuern oder/und Freunden können wichtige Details liefern. Toni ist gepflegt, legt sehr großen Wert auf seine äußere Erscheinung. Die Haare sind perfekt mit Gel in die gewünschte Lage gesetzt. „Eigentlich“, berichtet der Vater, „begannen all die Probleme mit meinem Sohn, als seine Mutter und ich uns trennten. Seitdem verschlechtern sich seinen Leistungen. In der Schule ist er aggressiv gegenüber seinen Mitschülern. Er hat ein sehr wechselhaftes Gemüt – von lieb in der einen Sekunde springt er zu großer Aggressivität und Eifersucht in der nächsten.“ „Halte deine verdammte Fresse, sonst schmeiße ich Dir den Stuhl ins Gesicht“, droht er einem Klassenkameraden. Diese Aussage brachte ihn vor den Schuldirektor. Ein Verweis war das Resultat. Sein Vater nimmt im Wartezimmer Platz. Er warnt mich noch, Toni werde mir auf jeden Fall etwas vorlügen. Ich bin gespannt. „Ich kann nicht schlafen“, sagt er. „So eine Scheiße, wäre mein Leben doch nur anders gelaufen!“ Das ist ein Satz, den ich normalerweise von einer 45jährigen Person höre (oder älter). Toni flucht. „Dieser Gedanke lässt mich nicht schlafen.“ Morgens sei er kaum wach zu kriegen. Er steht dann sehr lange im Bad und zupft jedes Haar in die richtige Position. Es wird jedoch fast nie so wie er es will. Toni verliert dann die Geduld, wird bereits zu Hause aggressiv und verlässt fluchend das Haus. „Ich kann mich nicht konzentrieren. Ich kann nichts! Ich bin nichts wert!“
Toni ist ehrlich zu mir. Ich erhalte weitere wichtige Informationen: „Meine Konzentration ist sehr schlecht,“ jedoch nicht immer“, sagt er. „Das kommt dann …“

Tonis Befinden änderte sich nach wenigen Monaten deutlich auf allen Ebenen (geistig, emotional und energetisch). Die detaillierte Ausführung erfahren Sie während des Lehrgangs mit Repertorisation, Arzneimitteldefinition, Verschreibungsart, gesundheitlicher Entwicklung, etc.